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Soulfly
02.08.2026 | 20:00 | Szene Wien
SOULFLY sind seit Jahrzehnten Vorreiter der Groove-Metal-Bewegung und erkunden dabei unbegrenzte musikalische Horizonte, ohne jemals jene meisterhafte Qualität und Perfektion einzubüßen, die das Gütesiegel der Familie Cavalera tragen. Von den tiefen Dschungeln Brasiliens bis in die trockenen Weiten Arizonas – Max und seine Mitstreiter stehen kurz vor der Veröffentlichung ihres dreizehnten Albums: dem gewaltigen, mitreißenden und von Tribal-Einflüssen geprägten Werk „CHAMA“. Es ist ein weiteres beeindruckendes Zeugnis für das natürliche Gespür des brasilianischen Songwriters für wuchtige und zugleich rhythmische Riffs, die seinen unverwechselbaren Sound weltweit geprägt haben. Eine echte Rückkehr zu den spirituellen Wurzeln von SOULFLY, die dennoch eine moderne Note und frische Vitalität ausstrahlt. Ein solches Werk kann nur einem wahren Meister seines Fachs gelingen – und Max hat uns, wie nicht anders zu erwarten, erneut verblüfft.
Es war schon immer offensichtlich, dass Max durch seine Musik die Aufmerksamkeit auf die Kultur, Kunst und Spiritualität Lateinamerikas lenkt; mit CHAMA kehrt er nun – während er auf Portugiesisch schreit – zurück in die schmutzigen Straßen von Belo Horizonte. Der Name „Chama“ bedeutet wörtlich „Flamme“, verkörpert aber zugleich die brennende Lebenskraft des menschlichen Geistes, die Stärke der Ahnen und jene Naturgewalten, die uns mit dem Rhythmus der Erde verbinden. Begleitet wird das Album CHAMA von der Geschichte eines Jungen aus den heruntergekommenen Favelas Brasiliens: Auf der Suche nach einer höheren Macht gelangt er zu den Stämmen des Amazonas, die ihm den Weg zu den Seelen des Dschungels weisen. Max erklärt, dass das Album diesem Konzept lose folgt: Der Junge Chama findet sein inneres Feuer inmitten des Chaos und der Trümmer einer zusammenbrechenden Industriewelt.
Die Stämme und indigenen Völker Amerikas sind eine wichtige Inspirationsquelle für viele von Max’ Aufnahmen, und Chama bildet da keine Ausnahme; so ziert das Bild eines zeremoniellen Navajo-Tänzers das Albumcover. Auf dem Innenlabel ist zudem Oxossi abgebildet, ein Hüter der Natur. Trommeln, Feuer und ein Ritual zur Heraufbeschwörung von Ahnengeistern, eine brennende Flamme, die der Dunkelheit trotzt – SOULFLY wagt sich in jene heiligen Sphären vor, in die sich nur wenige andere Metal-Bands trauen. Das Album beginnt mit dem Intro-Stück „Indigenous Inquisition“, einer Hommage an den Völkermord und die Auslöschung der amerikanischen Ureinwohner; Max rezitiert darin auf eindringliche Weise die Namen längst vergessener Stämme – ein Zeugnis des vergossenen Blutes und des Kriegergeistes derer, die zu Unrecht verfolgt wurden. Ein Aufstand für die Unterdrückten, ein Zuhause für die Heimatlosen, Frieden für die vom Krieg Gezeichneten. Der Song ist schlichtweg gewaltig.
Max spielt nun schon seit über einem Jahrzehnt an der Seite seines Sohnes, des rätselhaften Schlagzeugers Zyon Cavalera. Zum ersten Mal in der Geschichte von SOULFLY hat Max die Verantwortung für die Produktion und die kreative Leitung an seinen Sohn übergeben – und es ist offensichtlich: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Zyon hat eine frische, belebende Intensität und Hingabe in die Band eingebracht und treibt die Songs mit der Wucht eines angetriebenen Schlachtrosses voran. Wer SOULFLY schon einmal live mit Zyon erlebt hat, weiß, dass er die Bühne von seinem Schlagzeug aus beherrscht und das Tempo sowie den Groove jedes Songs wie ein erfahrener General dirigiert. Im Gespräch äußerte sich Zyon zur musikalischen Weiterentwicklung, zum Experimentieren mit neuen Klängen, zu dem frischen Wind, den die Besetzungswechsel im Laufe der Jahre in die Band gebracht haben, und zur Begeisterung, mit neuen Musikern zu spielen. „Für mich persönlich war die Zeit von über zehn Jahren in der Band eine Chance, zu wachsen und musikalisch Neues auszuprobieren. Ich glaube, bei SOULFLY brennt ein starkes Feuer, die Dinge auf eine neue Ebene zu heben. Wir geben uns nicht damit zufrieden, auf der Stelle zu treten – wir sind hungrig.“ Diesen Hunger stellt er zweifellos unter Beweis: nicht nur als erstklassiger Schlagzeuger, sondern auch als kreativer Kopf mit einem ausgeprägten Gespür für Songstrukturen.
CHAMA wurde von John Aquilino im Platinum Underground Studio in Mesa, Arizona, aufgenommen. John hat bereits mehrfach mit Max und seiner Crew zusammengearbeitet; er ist nicht nur ein begnadeter Tontechniker, sondern auch ein Freund der Familie. Das Studio ist mit einem absoluten High-End-Mischpult von Focusrite ausgestattet – einem von weltweit nur drei Exemplaren – und genießt einen erstklassigen Ruf. Ebenfalls an der Produktion beteiligt war der meisterhafte Arthur Rizk, der nicht nur schon oft mit der Familie Cavalera gearbeitet hat, sondern auch die moderne Heavy-Metal-Szene maßgeblich mitgeprägt hat. Man könnte in einem Plattenladen blind einen Stein werfen und würde wahrscheinlich ein Album treffen, an dem Arthur mitgewirkt hat – und das ist als Ausdruck tiefsten Respekts gemeint. Arthur haucht Aufnahmen mit seinem magischen Mixing und Mastering echtes Leben ein; er ist die erste Wahl, wenn es darum geht, Alben aus extremen Genres klanglich zu vollenden. Seine Arbeit an CHAMA kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden – er gehört nicht ohne Grund zu den Besten der Branche.
Doch die familiären Verbindungen enden hier noch nicht: Max legt großen Wert darauf, mit seinen talentierten Söhnen zusammenzuarbeiten. So holte sich CHAMA auch Igor Amadeus Cavalera ins Boot, der auf mehreren Stücken den Bass spielte und an den Texten für den Titelsong „Chama“ sowie für „Favela Dystopia“ – eine Auseinandersetzung mit dem harten Leben in den brasilianischen Favelas – mitschrieb. Familie bedeutet bei SOULFLY alles; der treibende Rhythmus des Albums fließt wie Blut durch die Adern und pulsiert im einzigartigen Rhythmus des Ursprungs, der so tief in die Erde reicht wie die Wurzeln eines Baumes.
SOULFLY ist seit Langem dafür bekannt, mit einer Vielzahl von Gastmusikern und Studiokräften zusammenzuarbeiten – darunter Stars wie Chino Moreno, Greg Puciato, Tom Araya und unzählige weitere Könner ihres Fachs. Auch ihr dreizehntes Werk, CHAMA , bietet den Fans frische Kollaborationen, die audiophile Hörer begeistern werden. Mike DeLeon (Flesh Hoarder, Phil Anselmo And The Illegals), der bereits seit einiger Zeit live mit SOULFLY auftritt, ist nun erstmals auf einem Studioalbum zu hören; er liefert rasante Soli, verstörende Geräusche und eine Reihe effektgeladener Klanglandschaften, die gleichermaßen überwältigen und faszinieren. Im Gespräch mit Mike DeLeon zeigte sich dieser dankbar und voller Anerkennung gegenüber den Cavaleras: „Es war ein Riesenspaß, gemeinsam mit Max und dem ‚Tribe‘ zu jammen. Ein echter Pionier der Metal-Musik. Teil des neuen Soulfly-Albums zu sein – vom Songwriting bis zur Aufnahme –, war für mich bislang ein absolutes Highlight. Das dreizehnte Album der Band, mein erstes – die Glückszahl 13! Auf die Zukunft: Lasst Soulfly frei!“
Als wäre ihre ohnehin schon erstklassige Tour-Besetzung nicht schon beeindruckend genug, holten sich SOULFLY zudem Dino Cazares von FEAR FACTORY ins Boot – einen Musiker, mit dem Max und seine Truppe seit Langem freundschaftlich und künstlerisch verbunden sind. Dino steuerte seine rasante, maschinengewehrartige Anschlagstechnik zu dem treffend betitelten Song „No Pain = No Power“ bei; die Kombination aus Max’ Gesang, Zyons Schlagzeugspiel und Dinos Riffs dürfte zweifellos selbst eingefleischte Fans des extremen Metal begeistern. Doch damit nicht genug der hochkarätigen Gastauftritte: Michael Amott (ARCH ENEMY) übernahm die Leadgitarre bei „Ghenna“, Todd Jones (NAILS) steuerte den Gesang für „Nihilist“ bei (ein Song, der dem einzigartigen L.G. Petrov gewidmet ist), und auch Ben Cook (NO WARNING) sowie Gabe Franco (UNTO OTHERS) sind als Gastvokalisten auf dem Album vertreten. Es ist wahrlich erstaunlich, wie SOULFLY gemeinsam mit zahlreichen internationalen All-Star-Musikern Neuland betreten und dabei ein so wegweisendes Werk wie „Totem“ erschaffen konnten.
Jedes Wort wird mit ungebremster Kraft vorgetragen, jeder Trommelschlag hallt wie ein Donnerschlag in den Ohren wider – ein gewaltiger Ansturm, entfesselt von dem sich ständig wandelnden Duo Max und Zyon Cavalera. Max selbst blickt dem Ganzen voller Vorfreude entgegen: „Ich freue mich sehr, den langjährigen SOULFLY-Fans eine Rückkehr zu unserem ursprünglichen Sound zu präsentieren. ‚CHAMA‘ steckt voller schwerer Tribal-Grooves und rasant schneller Riffs. Wir haben weiterhin mit verschiedenen Klängen experimentiert, ohne dabei Herz und Seele zu verlieren, die SOULFLY ausmachen. Wir hoffen, dass dieses Album alteingesessene und neue Fans zusammenbringt, damit sie die neuen Songs gemeinsam genießen können. Wir hoffen, euch weltweit im Moshpit zu sehen.“ Sei versichert, Max: Dieses neue Album wird dafür sorgen, dass die Leute im Handumdrehen durch die Moshpits toben.
Transformativ und elektrisierend, schockierend und wuchtig, intuitiv und ungefiltert – dieses Album nimmt die Hörer mit auf eine Reise von tiefen Dschungeln bis hin zu vermüllten Straßen; es stürmt die Tore und spürt den Geist auf. SOULFLYs neues Werk behauptet sich stolz inmitten der Errungenschaften dreier Jahrzehnte musikalischer Spiritualität. SOUL FLY FREE.
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