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Reformationssymphonie
Besetzung:
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Tomáš Netopil, Dirigent
Fedor Rudin, Violine
«Ein feste Burg ist unser Gott»: Die Worte stammen von Martin Luther persönlich, die Melodie von seinem musikalischen Mitstreiter Johann Walter, den weit verbreiteten Satz hat später Johann Sebastian Bach besorgt. Das Lied besitzt enorme Symbolkraft für die Reformation und den protestantischen Glauben. 1830 wurde die Confessio Augustana, das Augsburger Bekenntnis, 300 Jahre alt. Aus diesem Anlass schrieb Felix Mendelssohn seine chronologisch zweite, aber erst posthum als Nummer fünf veröffentlichte Symphonie. In dieser zitiert er nicht nur den genannten Choral, sondern auch das sogenannte «Dresdner Amen», eine Kadenzformel der Kirchenmusik, die Richard Wagner später in seinem «Parsifal» als Gralsmotiv verwendet. Unerschütterlich geglaubt hat Mendelssohn freilich vor allem an Bach: Dessen großes sechsstimmiges Ricercar, eine kunstvolle Fuge aus dem «Musikalischen Opfer» in der Instrumentierung Anton Weberns, bildet im Konzept des Dirigenten Tomáš Netopil zusammen mit der «Reformationssymphonie» den Rahmen für Dmitri Schostakowitschs zweites Violinkonzert. Auch damals, 1967, wird ein großes Jubiläum gefeiert: der 50. Jahrestag der Oktoberrevolution. Debütant Fedor Rudin übernimmt den Solopart in diesem großartig verinnerlichten Werk, dem klingenden Dokument einer Verweigerung.
Programm
Johann Sebastian Bach
2. Ricercar aus «Das Musikalische Opfer» BWV 1079/5 (Bearbeitung für Orchester: A. Webern)
Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 op. 129
- Pause -
Felix Mendelssohn
BartholdySymphonie Nr. 5 d-Moll op. 107 «Reformationssymphonie»
Ort
Das im Jahr 2008 errichtete Auditorium steht in Grafenegg für die Verbindung von Tradition und Moderne. Zwischen der historischen Reitschule und der Taverne gelegen, wurde die Anbindung an die historischen Räumlichkeiten durch Mauerdurchbrüche und Glasübergänge fließend gestaltet. Die historische Bausubstanz verschmilzt so mit dem neuen Baukörper und bildet eine sowohl funktionale als auch gestalterische Einheit. Der technisch und akustisch hervorragende Konzertsaal wurde vom Dortmunder Büro
architekten schröder schulte-ladbeck entworfen und von Architekt Mag. Dieter Irresberger fertiggestellt. Die Akustik oblag der Münchner Firma Müller-BBM. Seit 2008 dient das Auditorium ganzjährig als zentrale Spielstätte sowie bei Schlechtwetter als Ausweichmöglichkeit zur Freiluftbühne Wolkenturm. Im Zuschauerbereich bietet das Auditorium auf drei Ebenen über 1370 Zuhörern Platz.
Termine Mai 2027
Grafenegg, Schloss Grafenegg Auditorium Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Schloss Grafenegg 10
3485 Grafenegg
Österreich
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