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Krach in Chioggia
03.10.2026 - 09.05.2027 | Landestheater Salzburg
Liebe, Eifersucht und das Chaos des Zusammenlebens: In der kleinen Hafenstadt Chioggia genügt ein harmloser Flirt, um ein ganzes Geflecht aus Beziehungen ins Wanken zu bringen. Missverständnisse entzünden sich, Gerüchte machen die Runde, und aus neckischem Streit wird bitterer Ernst. Männer und Frauen, Verlobte, Schwestern und Rival:innen verstricken sich in einem Netz aus Verdächtigung, Stolz und verletzter Ehre.
In „Krach in Chioggia“, entstanden 1761, zeichnet der Komödiendichter Carlo Goldoni mit großer Menschenkenntnis eine Gemeinschaft, in der alle alles voneinander wissen – oder zu wissen glauben. Hinter der komödiantischen Oberfläche des Stücks verbirgt sich ein präziser Blick auf soziale Rollen, Geschlechterbilder und Machtverhältnisse. In der Inszenierung von Nuran David Calis wird die Piazza von Chioggia zu einem Co-Working-Space, in dem sich das soziale Gefüge unter dem Druck der ständigen Erreichbarkeit und der Absurdität der Büro-Hierarchien auflöst und die Konflikte durch die Mechanismen der digitalen Kommunikation an Fahrt aufnehmen.
„The Office“ trifft auf Commedia dell’arte – doch „Krach in Chioggia“ ist als rasantes Ensemblestück mehr als nur eine heitere Verwechslungsgeschichte. Es zeigt, wie schnell Gemeinschaft kippen kann, egal, ob im Fischerdorf des 18. Jahrhunderts oder zwischen Schreibtischinseln und Messenger-Gruppen.
Carlo Goldoni (1707–1793) war ein italienischer Dramatiker und Reformer des Theaters. Er verfasste über 150 Bühnenstücke. Von den typischen Masken und starren Typvorgaben gelangweilt, modernisierte er die Commedia dell’arte nach dem Vorbild des französischen Dramatikers Molière mit realistischen Figuren, Alltagssprache und bürgerlichen Themen aus Venedig.
Nuran David Calis tritt seine zweite Spielzeit als Schauspieldirektor an und bringt als Auftakt erstmals eine Komödie auf die Bühne des Landestheaters. Der für dokumentarisches Zeittheater und Klassikerüberschreibungen bekannte Regisseur und Autor inszeniert Goldonis rasantes Bühnenstück in Zusammenarbeit mit seinem bewährten Team für Bühne, Kostüm und Musik.
Ab 12 Jahren
Die Werkeinführung findet jeweils 45 und 30 Minuten vor Beginn der Abendvorstellung statt.
Programm
Krach in Chioggia
Carlo Goldoni
Ort
Das Salzburger Landestheater ist ein Theater im österreichischen Salzburg mit eigenen Ensembles für Schauspiel und Musiktheater (Oper, Operette, Musical). Das Gebäude mit 697 Sitzplätzen wird im Sommer auch von den Salzburger Festspielen für Schauspielaufführungen sowie gelegentlich für Operninszenierungen genutzt.
Das Haus steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.
1775 ließ Fürsterzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld das zum „Zwecke des allseits beliebten Ballspielens“ von Fürsterzbischof Paris von Lodron 1625 errichtete Ballhaus am Hannibalplatz (heute Markatplatz) schleifen und ein Fürsterzbischöfliches Hoftheater erbauen. Seinerzeit lag es direkt an der Uferpromenade der Salzach. Es wurde mit Die Gunst des Fürsten von Christian Heinrich Schmid eröffnet. Das Logentheater erwies sich schon bald als zu klein und wurde bereits 1788 umgebaut.
Ab 1803 hieß das Haus Kurfürstliches Theater, ab 1808 k.k. Nationaltheater. 1809 kam Salzburg kurz unter französische Verwaltung und wurde 1810 bayerische Provinz, das Theater wurde zu der Zeit Königliches National Theater genannt. 1892 kam das alte Theater in den Besitz des Stadtmagistrates und wurde aufgrund von Sicherheitsmängeln abgerissen.
Das Wiener Büro Fellner & Helmer errichtete 1892 bis 1893 ein neues Haus im neubarocken Stil (unansehnlich von Außen), das nach vormittägiger Schlusssteinlegung am Abend des 1. Oktober 1893, als Neues Stadttheater im Beisein von Erzherzog Ludwig Viktor eröffnet wurde. Zur Eröffnung wurde die Ouvertüre zu Mozarts Oper La Clemenza di Tito gespielt, gefolgt von einem Prolog von Josef Kollmenn und Ludwig Fuldas Schauspiel „Der Talisman“. 1924 wurde das Haus renoviert, 1938 bis 1939 von Josef Holzinger und Paul Geppert d. J. umgebaut. Am 7. August 1939 wurde das Haus (im Rahmen der Salzburger Festspiele) mit Mozarts Entführung aus dem Serail wiedereröffnet (Dirigent: Karl Böhm). Seit 1940 heißt das Theater Landestheater. In den Jahren 2003 und 2004 wurde das Theater umfassend renoviert.
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Salzburg, Landestheater Salzburg Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Schwarzstraße 22
5020 Salzburg
Österreich
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