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HYSTÉRA
18.03.2027 - 16.06.2027 | Kammerspiele Salzburg
Ira, unsere Protagonistin, ist Ende 20 und sieht sich immer wieder mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr Umfeld sie vor allem als eines wahrnimmt: potenziell gebärfähig. Doch was bedeutet es eigentlich, sich als Frau gegen Kinder zu entscheiden?
Ira begibt sich auf eine Forschungsreise, die auch in ihre Vergangenheit führt – und durchleuchtet dabei ihre Beziehungen zu den verschiedenen Frauen ihres Lebens. Eine zunächst unerwünschte Begleiterin ist ihr dabei die Wut, die sich immer wieder in ihr regt, etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel: Wut über gesellschaftliche Erwartungen, biologische Gesetzmäßigkeiten, die Stereotype, mit denen die Entscheidung gegen Kinder verbunden ist. Ist es möglich, sich von der Wut nicht isolieren zu lassen? Welche Kraft kann aus ihr gewonnen werden?
Auf ihrer Suche ist Ira zum Glück nicht allein: Bei ihr ist der „Chor der Catladies“, jene Frauen der Geschichte und Gegenwart, die Gegenentwürfe zu gesellschaftlichen Normen leben. Sie forschen, sie ringen und lachen miteinander – und entdecken gemeinsam etwas phänomenal Neues: „_frau und katze / das potenzial zur autonomie“.
„HYSTÉRA (who\\\'s your mommy)“ reflektiert mit viel Humor und Empathie (Nicht-)Mutterschaft, den weiblichen Körper als Politikum und das utopische Potenzial der Verbundenheit.
Clara Bender ist Dramaturgin und Autorin. 2024 absolvierte sie den Masterstudiengang Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, den sie mit einem Gastsemester im Szenischen Schreiben an der UdK Berlin beendete. Dort schrieb sie ihr erstes Theaterstück „HYSTÉRA (who’s your mommy)“, das 2025 zum Langen Wochenende der Neuen Dramatik ans Theater Münster eingeladen wurde. Clara Bender ist für den renommierten Retzhofer Dramapreis 2027 nominiert.
Amelie von Godin studierte Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste und anschließend Schauspielregie an der HfS Ernst Busch in Berlin, das sie 2024 mit ihrer Diplominszenierung „Schimmernde Schluchten“ am Schauspiel Bern abschloss. 2024 gewann sie mit ihrem Team den Nachwuchswettbewerb des Theater Drachengasse in Wien. „HYSTÉRA (who’s your mommy)“ ist ihre erste Arbeit am Salzburger Landestheater.
Ab 16 Jahren
Programm
HYSTÉRA (who's your mommy)
Clara Bender
Ort
Das Salzburger Landestheater ist die führende und prägende Institution für darstellende Künste in Stadt und Land Salzburg. Unter dem Dach des Theaters arbeiten Oper, Schauspiel, Ballett und die Jugendsparte „Junges Land“ als vier lebendige und profilierte Sparten zusammen. Das Theater spielt pro Saison, die von September bis Juni reicht, etwa 375 Aufführungen.
Das Stammhaus des Landestheaters liegt am Mirabellgarten und verfügt über 707 Plätze. Insgesamt präsentiert das Landestheater etwa 25 Neuproduktionen pro Spielzeit. Neben modernen und zeitgenössischen Produktionen wird dabei in allen Sparten auch das klassische Repertoire gepflegt.
Im Jahr 1775 ließ Fürsterzbischof Colloredo anstelle des 1625 errichteten Ballhauses ein „Fürsterzbischöfliches Hoftheater“ erbauen. Das Gebäude wurde feierlich mit Christian Heinrich Schmids „Die Gunst des Fürsten“ eröffnet und schon bald wurden – der Aufklärung verpflichtet – Schillers Dramen aufgeführt. Emmanuel Schikaneder war einige Jahre als Direktor des Hoftheaters verpflichtet und lernte dort die Familie Mozart kennen, die regelmäßig in seine Loge eingeladen wurde. Musik erklang in diesem Haus erstmals 1776. Im Jahre 1784 begann mit der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ eine kontinuierliche Pflege des Mozart-Repertoires.
Das heutige Theatergebäude entstand 1892/93 und wurde von dem Architektenduo Fellner & Helmer konzipiert. Die Wiener Architekten gehörten seinerzeit zu den erfolgreichsten Konstrukteuren moderner Theaterbauten, was auch durch ihre Erfindung des „Eisernen Vorhangs“ (Feuerschutzvorhang zwischen Saal und Bühne) begünstigt wurde. Sowohl Publikum als auch Künstler nahmen das Theatergebäude in seiner neobarocken Architektur mit den drei Ebenen Parkett, Logenrang und Balkon als besonders gelungen an, das gut für die Erfordernisse von Oper, Schauspiel und Ballett geeignet war. Das Gebäude wurde am 1. Oktober 1893 mit der Ouvertüre von Mozarts „La clemenza di Tito“ feierlich eröffnet. In eben jener Spielzeit war Max Reinhardt als Schauspieler im Anfängerengagement verpflichtet. Mit den Erfahrungen, die er am Salzburger Landestheater gesammelt hatte, zog er nach Berlin, um dann 1925 gemeinsam mit Hugo von Hoffmansthal und Richard Strauss die Salzburger Festspiele zu gründen. 1944 wird das Salzburger Landestheater kriegsbedingt geschlossen und 1945 von den Amerikanern adaptiert. Neben der Hauptbühne erhielt das Theater im Oktober 1971 mit den „Kammerspielen“ im ehemaligen Mirabellcasino eine klassische Studiobühne, die seitdem für diverse Formate von gegenwärtiger und klassischer Dramatik genutzt wird.
Termine März 2027
Termine April 2027
Termine Juni 2027
Salzburg, Kammerspiele Salzburg Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Schwarzstraße 22
5020 Salzburg
Österreich
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