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Christof Spörk - Maximo Lieder
08.04.2026 | 19:30 | Kabarett Niedermair
Christof Spörk hat schon viele Lieder geschrieben. Und er kann ein Lied davon singen, wie es ist, im schönsten Land der latenten Unzufriedenheit, pardon im unzufriedensten Land der latenten Schönheit zu leben. Andere mögen Heimat- oder Liebeslieder sülzen. Spörk trällerte bisher eher über Lärmschutzwände, Gewerbeparks oder Schneekanonen. Immer in der HoƯnung, sie mögen ob seines Gesanges aufhören, das Land zu erschandeln. Spörks Lieder lieben immer das Leben, auch wenn das Leben oft lieblos ist.
Mit „Maximo Lieder“ kehrt der promovierte Politikwissenschaftler und proklamierte Jazzsänger Spörk zu seinen Wurzeln zurück. Schon 2001 gründete er ein austro-kubanisches Projekt namens „Maximo Lieder“, eine musikalisch-satirische Anspielung auf den Rockstar unter den starken Männern, den – Karl Marx habe ihn selig! – längst verstorbenen „Máximo Líder“ Fidel Castro. Damals war sogar der ORF überzeugt, die Zeit der starken Führer und Diktatoren sei vorbei. Deswegen musste Karl Moik gehen. Das Paradies schien nahe. Doch weit gefehlt. Fröstelnd staunend erleben wir gerade eine Renaissance der genauso „starken“ wie intellektuell bescheidenen Männer, denen man eigentlich besser keinen Hund anvertraut. Wobei, die meisten lieben ihren Hund ohnehin mehr als ihr Land.
Nicht nur Hundebesitzerinnen wähnen sich gerade im falschen Jahrhundert. Auch der berühmte Vogel, den jede/r Wahlberechtigte sein Eigen nennen darf, ist vielerhirns am Verrecken. Wahrscheinlich stimmt die Futterzufuhr nicht. Zu viel von allem. Zu wenig Essbares. Smartphones mögen handlicher sein als Zeitungen. Doch Vögel essen im Gegensatz zum Homo Sapiens ungerne heiße Luft oder alternative Fakten. Zumindest ein Körndl
(Wahrheit) sollte immer dabei sein. Bei den Vögeln jetzt.
Aber bitte keine Sorge: „Maximo Lieder“ Spörk gibt keine vorschnellen Antworten. Stellt aber vielleicht manche richtige Frage. Gehört die Weltgeschichte zur Spezies der Wiederkäuer? Wenn ja, sind wir geschichtsschreibenden Menschen eher Ziegen oder Schafe, wie es eine führende
Weltreligion behauptet? Oder: warum achten wir bei Kindergärtnerinnen drauf, dass sie gute Menschen sind und werfen Selbiges Politikerinnen vor? Warum werden Arschlöcher im Manneskörper als durchsetzungsstark bewundert? Ja, warum eigentlich lassen wir uns von ausgemachten Deppen Tag für Tag vorführen? Befinden wir uns vielleicht auf einer kollektiven Verkaufsfahrt für KI? Und warum macht ein fehlendes „i“, aus der schönsten aller Künste, der MUSIK, einen seelisch verwahrlosten, bitterarmen Multimilliadär, der von sich meint, die Welt retten zu müssen?
Ab Jänner 2026 und ab dann immer wieder: Maximo Lieder!
Denn was die Welt jetzt braucht ist: Liedership!
Ort
Das Kabarett Niedermair ist heute, als Inbegriff für niveauvolle Unterhaltung im Kleinkunstbereich, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
„...UNSER RUF IST GRÖSSER ALS DAS HAUS!“
Viele unserer Gäste sind bei ihrem ersten Besuch von der zentralen Lage (Nähe Rathaus, Öffis: U2, Linie 2) und der Unmittelbarkeit, mit der hier Kabarett und Kindertheater erlebt wird, positiv überrascht. Der Theatersaal hat eine Kapazität von 100 Sitzplätzen, die bereits bei der Kartenabholung (Mo-Fr: 17-19h, Sa-So: 18-19h) fix vergeben werden. Sicht und Akustik sind von jedem Platz aus hervorragend. Das Haus ist vollklimatisiert. Seit Jänner 2009 gilt im gesamten Theater permanentes Rauchverbot.
Geschichte
Das Kabarett Niedermair wurde im Oktober 1983 eröffnet und bis 1991 von Nadja Niedermair geleitet. Das Hauptaugenmerk wird seit jeher darauf gelegt, die Akzeptanz beim Publikum und den guten Ruf der Bühne durch gezielt hochwertige und zukunftsweisende Programmgestaltung, bei täglichem Spielbetrieb, weiter zu verbessern. Ab dem Umbau und der Renovierung im Jahr 1991 leitete der Kabarettist I Stangl bis 2001 die Geschicke der Bühne. Er spielt nach wie vor jeden Montag auf eben dieser Bühne sein Soloprogramm. Von 2001 bis 2003 zeichnete Doris Ringseis, zugleich Leiterin der Kulisse Wien, für die Bühne verantwortlich. Seit 2004 steht das Haus unter der Leitung von Andreas Fuderer.
War dieser Ort in den letzten Jahren Wiege und Sprungbrett für heutige Szenegrößen wie Josef Hader, Thomas Maurer, Mike Supancic (spielt jeden Dienstag) oder Martin Puntigam, steht er auch heute Pate für zahlreiche viel versprechende Nachwuchstalente. Thomas Stipsits und Klaus Eckel (spielen jeden Sonntag) wurden hier beispielsweise von Beginn an konsequent gefördert und sind die derzeit größten Hoffnungsträger für die Zukunft des Österreichischen Kabaretts.
Auch als Produktionsstätte für Kindertheater und Wegbereiter niveauvoller Unterhaltung bereits für die Jüngsten versteht sich dieser erfolgreiche Aufführungsort (bisher mehr als 100.000 Besucher allein bei Kindervorstellungen!). Mit der Inszenierung eines exklusiv für das Niedermair verfassten Textes von Franzobel, konnten hier zuletzt mit Moni und der Monsteraffe wieder neue Akzente gesetzt werden.
Astrid Lindgren wäre am 14. November 2007 hundert Jahre alt geworden. Anlass genug, an diesem Tag mit der Premiere des von ihr verfassten Kinderbuchklassikers Karlsson vom Dach zu starten. Unter der Regie von Michaela Obertscheider spielen vier Schauspieler die Geschichte des Jungen aus Stockholm und seines Freundes mit dem Propeller. Aktuell wird die Inszenierung von Sven Nordqvists Kinderbuch Die Abenteuer von Petterson und Findus, die im Februar 2009 Premiere feierte und sich seither größter Beliebtheit erfreut, wieder aufgenommen. Immer wieder stehen auch Gastspiele der Kindertheatergruppen Marko Simsa, Pipifax, Bernhard Fibich, Theatro Piccolo und Schneck und Co am Spielplan.
Termine April 2026
Wien, Kabarett Niedermair Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Lenaugasse 1A
1080 Wien
Österreich
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