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Blue Bird 2026 - Tageskarte Donnerstag
Blue Bird 2026
Zwischen graubraun und lichtblau: Das Blue Bird Festival 2026
Wenn Musik zu schweben beginnt: Passend zum frühlingshaften Vogelgezwitscher gibt das alljährlich begeisternde Indie-Festival Blue Bird einen ersten musikalischen Ausblick darauf, was uns im Herbst im Porgy & Bess erwartet. Aber: Welche Farbe hat der Vogel wirklich? Die ersten vier Acts nähern sich dieser Frage – und rücken ihr musikalisch aufs Gefieder.
Es gibt da diesen alten Blues-Klassiker aus den Sechzigern, mit dem Titel “Is a Blue Bird Blue” - am bekanntesten ist vielleicht die Version vom britischen Rockabilly-Sänger Shakin' Stevens. Während im Lied die Frage nach der tatsächlichen Farbe des Vogels nicht beantwortet wird, verrät das Biologiebuch über die Hüttensänger, wie der “Blue Bird” im Deutschen heißt, folgende spannende Tatsache: Sie sind nicht blau, sie erscheinen nur blau! Das “Blaue” in ihrem Gefieder entsteht nicht durch Pigmente, sondern durch die mikroskopische Struktur der Federn, die das Licht auf besondere Weise streut. In Wirklichkeit sind die Federn graubraun - und somit ergibt sich auch ein wunderbarer Brückenschlag zum Blue Bird Festival, das diesen Herbst bereits zum 22. Mal im renommierten Wiener Jazzclub Porgy & Bess gastiert.
Blue Bird Festival: zwischen Hell und Dunkel
Denn das Programm des Blue Bird Festivals changiert seit jeher zwischen betrübten - also graubraunen - und beschwingten - also lichtblauen - Sänger*innen, die die Weite des Indie-Folk-Singer-Songwriter-Fachs durchmaßen. Und wie immer bietet das Festival auch heuer ein Entdeckerprogramm, das bekanntere und weniger bekannte Namen behutsam und ausgewogen mischt - sie alle eint lediglich die hohe Qualität, in denen die Liedermacher*innen ihr Kunstverständnis zelebrieren. “Es sind Künstler*innen, die selbst gestalten wollen und denen Texte wichtig sind“, sagte Festivalkurator Klaus Totzler einmal zur programmatischen Ausrichtung - und dabei kann es Ausprägungen hin zu Joni Mitchell und Nick Drake, zu Bob Dylan oder Neil Young, aber auch zu Amanda Palmer und Adam Green, oder auch bis hin zu Clara Luzia, Wallis Bird und Mira Lu Kovacs geben. Das Programm des Blue Bird Festivals ist für eine mittlerweile recht groß gewordene Publikumsnische maßgeschneidert, die mehr will als Mitgrölhits und Easy Listening, Konfettiregen und bombastische LED-Videowalls. Hier ist von sanftem Folk über fein ziseliertem Pop bis hin zu wütendem Rock vieles möglich - man hört Lieder ”der gehobenen Popkultur", die intensiv berühren, dabei aber nicht anstrengen.
Programm
19.11.
Tara Nome Doyle (IRL/NOR)
The Ocelots (IRL)
Clara Luzia (AUT)
20.11.
Dave Lofts (IRL)
Elin Hall (ISL)
Sondre Lerche (NOR)
21.11.
Eli (GBR)
Marla Moya (DEU)
Flora Hibberd (FRA/GBR)
This is the Kit (GBR)
Ort
Das Porgy & Bess (eigentlich Jazz- and Musicclub Porgy & Bess) ist ein Jazzclub in der Riemergasse 11 im 1. Bezirk von Wien. Der 1993 gegründete Club gilt „als wichtigster Jazzveranstalter und Szenetreffpunkt“ der österreichischen Hauptstadt.
Mathias Rüegg gründete das Porgy & Bess 1993, das anfänglich in den Räumen des ehemaligen Kabaretts Fledermaus in der Spiegelgasse untergebracht war. Ihn unterstützten kurze Zeit später Renald Deppe und Christoph Huber; Huber ist bis heute der künstlerische Leiter des Clubs. 2000 zog der Club nach einer längeren Umbaupause in die Riemergasse um.
Hans Salomon im Porgy & Bess (2003)
Funktion
Das Programm des Porgy & Bess spricht ein sehr großes Publikum an, etwa 70.000 Gäste im Jahr; entsprechend wird Jazz „sehr pluralistisch verstanden“, und im Programm „auch in Randbereiche, wie elektronische Musik, zeitgenössische Musik und Weltmusik, vorgedrungen.“ Neben zahlreichen internationalen Interpreten, insbesondere aus dem US-amerikanischen Raum, finden auch österreichische Musiker hier eine Auftrittsmöglichkeit. Der Club bietet auch die Bühne für Events, wie etwa die Verleihung des Austrian World Music Award.
Dem Musikwissenschaftler Christian Scheib zufolge ist das Porgy & Bess „gleichzeitig essenziell für die Weiterentwicklung der musikalischen (Jazz-)Wirklichkeit einer Stadt“ und braucht und verbraucht „als Stadtraum schlicht alltäglich Musik“. Es schaffe sich „durch künstlerische Vorlieben, akustische Qualität, Fassungsvermögen und realer Auslastung die notwendige Abgrenzung von anderen Clubs.“ Dabei erlauben die unterschiedlichen Bereiche des Jazzclubs – Bereich vor der Bühne mit Tischen, Galerie im oberen Stockwerk, ein seitlicher Bereich mit einer Bar am Tresen – unterschiedlich intensive Konzentration auf das Konzertgeschehen. Für die Jazzthetik ist das Porgy & Bess sogar ein „Traditionsclub.“
Termine November 2026
Wien, Porgy & Bess Wien Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Riemergasse 11
1010 Wien
Österreich
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