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Nijinsky
20.10.2026 - 09.11.2026 | Wiener Staatsoper
John Neumeiers Ballett Nijinsky zeichnet ein eindrucksvolles choreografisches Porträt des legendären Tänzers Vaslav Nijinsky.
In fragmentarischen Erinnerungen, Traumsequenzen und historischen Momenten aus seinem Leben eröffnet das Werk einen Blick in seine innere Welt. Kraftvolle Choreografie, Musik und symbolische Bilder verbinden sich zu einer Darstellung von Nijinskys künstlerischem Genie ebenso wie seines Ringens mit der psychischen Erkrankung.
Handlung:
Die Inhaltsangabe wurde von John Neumeier verfasst.
Am 19. Januar 1919 um fünf Uhr nachmittags tanzte Vaslaw Nijinsky im Ballsaal des Suvretta House in St. Moritz zum letzten Male öffentlich. Er nannte seine Vorstellung Hochzeit mit Gott. Mein Ballett Nijinsky beginnt mit einer realistischen Wiedergabe dieser Szene. Die folgende Choreografie visualisiert Nijinskys Gedanken, Erinnerungen und Wahnvorstellungen während seines letzten Auftritts.
TEIL 1:
Hervorgerufen durch das Trugbild seines ehemaligen Mentors, Impresarios und Liebhabers Serge Diaghilew, ruft sich Nijinsky Bilder seiner sensationellen Karriere mit den Ballets Russes zurück ins Gedächtnis. Tänzer, als Teile seiner Persönlichkeit, führen Fragmente seiner herausragenden Rollen auf. Harlequin, der Dichter aus Les Sylphides, der Goldene Sklave aus Scheherazade und Der Geist der Rose vermengen sich mit Charakteren aus seinem eigenen Leben. Seine Schwester Bronislawa, die spätere Choreografin, sein älterer Bruder Stanislaw – der ebenfalls zu einem Tänzer ausgebildet wurde und von Kindheit an mit Anflügen von Wahnsinn versehen war – und die Mutter Eleonora Bereda, die gemeinsam mit dem Vater die frühesten Lehrenden ihrer Kinder waren, erscheinen in seiner traumdurchwebten Fantasie. In einer anderen Szene meines Balletts erinnert sich Nijinsky an sein kompromissloses Ringen um eine neue choreografische Sprache. Seine Bewegungsexperimente fließen ein in die Ballette L’Après-midi d’un faune, Jeux, Le Sacre du Printempsund später Till Eulenspiegel. Eine Frau in Rot, Romola de Pulszky, Nijinskys spätere Frau, durchkreuzt seine verworrenen Erinnerungen. Noch einmal erlebt er ihre erste Begegnung während einer Schifffahrt nach Südamerika und ihre plötzliche Vermählung – ein Ereignis, das den endgültigen Bruch mit Diaghilew und den Ballets Russes hervorrief.
TEIL 2:
Nijinskys Wahnsinn führt ihn tiefer in sein inneres Wesen. Erinnerungen an Kindheit, Familie, Schule und Mariinski-Theater vermischen sich mit alptraumhaften Visionen des Ersten Weltkrieges – und der Untreue seiner Frau. Die skandalträchtige Premiere seines Balletts Le Sacre du Printemps wird der Brutalität des Ersten Weltkrieges und dem Tod seines Bruders Stanislaw gegenübergestellt. Romola begleitet ihn durch schwierige und schlechte Zeiten. In Nijinskys Augen ist es die Welt, die ihn umgibt – nicht »Nijinsky«, der geisteskrank wird … Die Vorstellung im Suvretta House und mein Ballett enden mit Nijinskys letztem Tanz – dem Krieg.
Programm
Nijinsky
John Neumeier
Ort
Wiener Staatsoper – Weltberühmte Bühne für Oper und Ballett im Herzen Wiens
Die Wiener Staatsoper zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern der Welt und ist ein kulturelles Wahrzeichen Österreichs. Direkt im Zentrum Wiens gelegen, am berühmten Ring, begeistert sie mit hochkarätigen Opernproduktionen, internationalen Stars und einem renommierten Ballettensemble.
Seit ihrer feierlichen Eröffnung im Jahr 1869 steht die Wiener Staatsoper für musikalische Perfektion, künstlerische Exzellenz und ein umfangreiches Repertoire von Opernklassikern bis hin zu zeitgenössischen Werken. Pro Saison bietet die Staatsoper mehr als 300 Vorstellungen, darunter weltbekannte Opern wie Mozarts „Die Zauberflöte“, Verdis „La Traviata“ oder Puccinis „Tosca“.
Neben ihren herausragenden Operninszenierungen ist die Staatsoper auch die Heimat des weltberühmten Wiener Staatsballetts, das mit klassischem und modernem Tanz begeistert. Das jährlich stattfindende Wiener Opernball-Event ist ein gesellschaftliches Highlight mit internationaler Ausstrahlung.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
U-Bahn:
- Linien U1, U2, U4 – Station Karlsplatz, direkter Zugang
Straßenbahn:
- Linien 1, 2, D, 62, 71 – Haltestelle Oper/Karlsplatz
Bus:
- Linie 59A – Haltestelle Oper
Die zentrale Lage an der Wiener Ringstraße ermöglicht eine unkomplizierte und komfortable Anreise.
Wiener Staatsoper – Ein Symbol für Wiener Kultur und musikalische Weltklasse
Als eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt ist die Wiener Staatsoper ein unverzichtbares Ziel für Opernliebhaber, Musikfans und Besucher, die das kulturelle Herz Wiens entdecken möchten.
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Wien, Wiener Staatsoper Weitere Veranstaltungen im Spielort
Adresse: Opernring 2
1010 Wien
Österreich
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